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Alles auf Anfang beim Steglitzer Kreisel
Die Sanierung des Steglitzer Kreisels verzögert sich weiter

Der Steglitzer Kreisel war so gut wie verkauft, um daraus ein exklusives Wohnhochhaus zu machen. Doch jetzt schreibt der landeseigene Liegenschaftsfonds den 118 Meter hohen Turm am Ende der Schloßstraße in Steglitz-Zehlendorf neu aus. Eine überraschende Entscheidung, die einen Rechtsstreit auslöst. Die bundesweit agierende CG Immobilien Gruppe, die den Kreisel zum Wohnhaus umbauen will, hat schon eine Anwaltskanzlei beauftragt, die neue Ausschreibung juristisch zu verhindern.

Der Chef des Unternehmens, Christoph Gröner, warf dem Liegenschaftsfonds vor, vertragsbrüchig zu handeln.

Bereits im Mai 2013 hätten sich die Eigentümer des Kreisels, der Konzern Becker & Kries (Untergeschosse) und das Land Berlin (Hochhaus) mit der CG Gruppe in einer Grundsatzvereinbarung auf den Verkauf verständigt. Bis Dezember 2014 sollten die notariellen Kaufverträge abgeschlossen werden. Die Verhandlungen mit Becker & Kries über den Verkauf der gewerblich genutzten Untergeschosse einschließlich Garagen seien im Juni dieses Jahres erfolgreich beendet worden, teilte Gröner am Mittwoch mit. Er sieht nun auch den Liegenschaftsfonds in der Pflicht, seine Zusagen einzuhalten und versicherte erneut, dass die Finanzierung für das Projekt steht.

Gröner verwies darauf, dass eine Nutzung des Hochhauses durch andere Käufer so gut wie ausgeschlossen sei. Denn alle Parkplätze, viele Zugänge für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr gehörten zu den Untergeschossen, die der CG Gruppe schon verkauft worden seien. Das mache baurechtliche Genehmigungen für andere Investoren aussichtslos, der Turm ist aus Sicht Gröners „als Einzelteil unverkäuflich“. Er vermutet, dass der Liegenschaftsfonds mit der Neuausschreibung des Kreisels nur den „ursprünglich vereinbarten Kaufpreis“ steigern wolle. Summen nannte er nicht.

Juristisch schlecht vertreten ist die CG Immobilien Gruppe nicht. Für den aktuellen Rechtsstreit hat sie die – auf unternehmensrechtliche Probleme spezialisierte – Kanzlei Lindenpartners beauftragt. Für die Verkaufsverhandlungen ist die renommierte Anwaltskanzlei Knauthe verantwortlich. Der Liegenschaftsfonds bestätigte am Mittwoch lediglich, dass die Verhandlungen mit der CG Gruppe gestoppt worden seien. Angebote für den Kauf des öffentlichen „Teileigentums am Hochhaus“ könnten bis zum 24. November abgegeben werden.

Schon vor einem Monat hatte die Chefin des Liegenschaftsfonds, Birgit Möhring, durchblicken lassen, dass Berlin dem Investor nicht über den Weg traut und dessen finanzielle Bonität in Zweifel zieht. Am Mittwoch wurde dies bekräftigt. „Vorsorglich soll die Durchführung des Investitionsvorhabens durch vertragliche Regelungen abgesichert werden“, teilte der Liegenschaftsfonds mit. „So wird dem Risiko einer städtebaulich unzuträglichen Situation, insbesondere dem Verbleib einer Bauruine oder dauerhaftem Leerstand vorgebeugt.“ In den Verhandlungen mit der CG Gruppe soll das seit 2007 brach liegende Areal hinter dem Bahnhof Zoo als mahnendes Beispiel genannt worden sein. Der Standort für das Pleiteprojekt „Riesenrad“.
Alles auf Anfang beim Steglitzer Kreisel
Die Sanierung des Steglitzer Kreisels verzögert sich weiter

Der Steglitzer Kreisel war so gut wie verkauft, um daraus ein exklusives Wohnhochhaus zu machen.
Die Sanierung des Steglitzer Kreisels verzögert sich weiter

Der Steglitzer Kreisel war so gut wie verkauft, um daraus ein exklusives Wohnhochhaus zu machen. Doch jetzt schreibt der landeseigene Liegenschaftsfonds den 118 Meter hohen Turm am Ende der Schloßstraße in Steglitz-Zehlendorf neu aus. Eine überraschende Entscheidung, die einen Rechtsstreit auslöst. Die bundesweit agierende CG Immobilien Gruppe, die den Kreisel zum Wohnhaus umbauen will, hat schon eine Anwaltskanzlei beauftragt, die neue Ausschreibung juristisch zu verhindern.

Der Chef des Unternehmens, Christoph Gröner, warf dem Liegenschaftsfonds vor, vertragsbrüchig zu handeln.

Bereits im Mai 2013 hätten sich die Eigentümer des Kreisels, der Konzern Becker & Kries (Untergeschosse) und das Land Berlin (Hochhaus) mit der CG Gruppe in einer Grundsatzvereinbarung auf den Verkauf verständigt. Bis Dezember 2014 sollten die notariellen Kaufverträge abgeschlossen werden. Die Verhandlungen mit Becker & Kries über den Verkauf der gewerblich genutzten Untergeschosse einschließlich Garagen seien im Juni dieses Jahres erfolgreich beendet worden, teilte Gröner am Mittwoch mit. Er sieht nun auch den Liegenschaftsfonds in der Pflicht, seine Zusagen einzuhalten und versicherte erneut, dass die Finanzierung für das Projekt steht.

Gröner verwies darauf, dass eine Nutzung des Hochhauses durch andere Käufer so gut wie ausgeschlossen sei. Denn alle Parkplätze, viele Zugänge für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr gehörten zu den Untergeschossen, die der CG Gruppe schon verkauft worden seien. Das mache baurechtliche Genehmigungen für andere Investoren aussichtslos, der Turm ist aus Sicht Gröners „als Einzelteil unverkäuflich“. Er vermutet, dass der Liegenschaftsfonds mit der Neuausschreibung des Kreisels nur den „ursprünglich vereinbarten Kaufpreis“ steigern wolle. Summen nannte er nicht.

Juristisch schlecht vertreten ist die CG Immobilien Gruppe nicht. Für den aktuellen Rechtsstreit hat sie die – auf unternehmensrechtliche Probleme spezialisierte – Kanzlei Lindenpartners beauftragt. Für die Verkaufsverhandlungen ist die renommierte Anwaltskanzlei Knauthe verantwortlich. Der Liegenschaftsfonds bestätigte am Mittwoch lediglich, dass die Verhandlungen mit der CG Gruppe gestoppt worden seien. Angebote für den Kauf des öffentlichen „Teileigentums am Hochhaus“ könnten bis zum 24. November abgegeben werden.

Schon vor einem Monat hatte die Chefin des Liegenschaftsfonds, Birgit Möhring, durchblicken lassen, dass Berlin dem Investor nicht über den Weg traut und dessen finanzielle Bonität in Zweifel zieht. Am Mittwoch wurde dies bekräftigt. „Vorsorglich soll die Durchführung des Investitionsvorhabens durch vertragliche Regelungen abgesichert werden“, teilte der Liegenschaftsfonds mit. „So wird dem Risiko einer städtebaulich unzuträglichen Situation, insbesondere dem Verbleib einer Bauruine oder dauerhaftem Leerstand vorgebeugt.“ In den Verhandlungen mit der CG Gruppe soll das seit 2007 brach liegende Areal hinter dem Bahnhof Zoo als mahnendes Beispiel genannt worden sein. Der Standort für das Pleiteprojekt „Riesenrad“.

Der Tagesspiegel, [24.09.2014]

 
6500 Berliner Glückspilze starten beim Marathon
40.004 Läufer sind beim 41. Berlin-Marathon am Start

Nicht der beste Internetzugang hat entschieden, sondern das Glück.
40.004 Läufer sind beim 41. Berlin-Marathon am Start

Nicht der beste Internetzugang hat entschieden, sondern das Glück. Wenn am kommenden Sonntag auf der schnellsten Marathon-Strecke der Welt 40.004 Läufer an den Start gehen, sind 31.000 von ihnen mit einer Art Glücksfaktor unterwegs. Sie haben ihre Startplätze erstmals durch einen Losentscheid erhalten.

Der Veranstalter SCC Events hat dieses Verfahren eingeführt, weil die verfügbaren Startplätze für den vorherigen Jubiläums-Marathon binnen dreieinhalb Stunden im Internet ausgebucht waren. Bei der Verlosung unter 74707 Bewerbern hatten alle die gleiche Chance, sagt SCC-Geschäftsführer Jürgen Lock.

Die Berliner Sportler schneiden sogar etwas besser ab. Während die Zahl der Starter aus Deutschland mit mehr als 17.000 konstant blieb, ist der Anteil der Berliner auf rund 6500 gestiegen, sonst waren nur etwa 5500 Hauptstädter am Start. Unter den insgesamt 130 Nationen stellen die Dänen mit 3500 Sportlern die zweitstärkste Fraktion, dann folgen die Briten mit 3000.

Erstmals gibt es im Netz auch eine interaktive Karte, auf der die Starter Informationen zum Lauf finden, Zuschauer etwas über die 80 Bands an der Strecke erfahren und die Berliner sehen können, ab wann welche Straße gesperrt ist. Am Donnerstag beginnen die Sperrungen auf der Straße des 17. Juni.

Berliner Zeitung, [22.09.2014]

 
Studie: Die meisten Berliner haben nichts gegen Touristen
Das gilt nicht für alle Bezirke gleichermaßen

Er meckert zwar gerne, wenn es in der Innenstadt mal wieder zu voll, zu laut oder zu teuer ist. Aber eigentlich hat der Berliner ja gar nichts gegen Touristen.
Das gilt nicht für alle Bezirke gleichermaßen

Er meckert zwar gerne, wenn es in der Innenstadt mal wieder zu voll, zu laut oder zu teuer ist. Aber eigentlich hat der Berliner ja gar nichts gegen Touristen. Das legt zumindest eine aktuelle Meinungsumfrage der Tourismuswerber der landeseigenen Gesellschaft Visit Berlin nahe, die jetzt veröffentlicht wurde. Neun von zehn Berlinern sind demnach stolz darauf, dass Menschen aus aller Welt ihre Stadt besuchen, 88 Prozent der Stadtbewohner fühlen sich durch Touristen „weder eingeschränkt noch gestört“.

3000 Berliner wurden befragt.

Immerhin 77 Prozent der Befragten sehen in den nächsten Jahren Vorteile für die Einwohner durch den steigenden Tourismus.

3000 Berliner wurden für die repräsentative Untersuchung befragt, das Ergebnis erfreut auch den Senat. „Die Akzeptanz für den Tourismus ist in Berlin ganz überwiegend sehr hoch“, heißt es in einer zehnseitigen Stellungnahme des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) und Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) fürs Parlament.

Etwas negativer wird das Bild allerdings, wenn man sich die Ergebnisse in jenen Vierteln anguckt, die besonders viele Touristen anziehen. Gefragt, ob sie sich durch die vielen Besucher gestört oder eingeschränkt fühlen, antwortete jeder dritte Befragte in Friedrichshain und Kreuzberg mit „eher ja“, in Mitte immerhin noch jeder Fünfte. Auch in Tiergarten, Schöneberg und Prenzlauer Berg liegen die Negativwerte leicht über dem Durchschnitt, in Charlottenburg und Neukölln hingegen ist die Stimmung etwas besser.

Der Senat zieht aus der Studie den Schluss, dass „das Thema Akzeptanzerhaltung in Bezug auf den Berlin-Tourismus ein nicht zuletzt medial erzeugtes Problem ist und nicht originär auf den Tourismus zurückgeführt werden kann“. Was Wowereit und Yzer allerdings für ein reales Problem halten, ist das aus ihrer Sicht zu gering entwickelte Bewusstsein der Berliner, wie wichtig Besucher für die Wirtschaft sind.

Nur sechs von zehn Berlinern bewerten den Tourismus demnach als wichtigen Wirtschaftsfaktor – obwohl inzwischen 275000 Berliner vom Tourismus lebten, der zehn Milliarden Euro Umsatz erziele. Daher wollen der Senat und Visit Berlin den Bürgern gerade im Jahr des auch touristisch wichtigen Mauerfall-Jubiläums die Vorzüge der Gäste anschaulicher vermitteln.

Der Tagesspiegel, [09.09.2014]

 

 
Die Sanierung des Steglitzer Kreisels verzögert sich weiter

Der Steglitzer Kreisel war so gut wie verkauft, um daraus ein exklusives Wohnhochhaus zu machen. Doch jetzt schreibt der landeseigene Liegenschaftsfonds den 118 Meter hohen Turm am Ende der Schloßstraße in Steglitz-Zehlendorf neu aus. Eine überraschende Entscheidung, die einen Rechtsstreit auslöst. Die bundesweit agierende CG Immobilien Gruppe, die den Kreisel zum Wohnhaus umbauen will, hat schon eine Anwaltskanzlei beauftragt, die neue Ausschreibung juristisch zu verhindern.

Der Chef des Unternehmens, Christoph Gröner, warf dem Liegenschaftsfonds vor, vertragsbrüchig zu handeln.

Bereits im Mai 2013 hätten sich die Eigentümer des Kreisels, der Konzern Becker & Kries (Untergeschosse) und das Land Berlin (Hochhaus) mit der CG Gruppe in einer Grundsatzvereinbarung auf den Verkauf verständigt. Bis Dezember 2014 sollten die notariellen Kaufverträge abgeschlossen werden. Die Verhandlungen mit Becker & Kries über den Verkauf der gewerblich genutzten Untergeschosse einschließlich Garagen seien im Juni dieses Jahres erfolgreich beendet worden, teilte Gröner am Mittwoch mit. Er sieht nun auch den Liegenschaftsfonds in der Pflicht, seine Zusagen einzuhalten und versicherte erneut, dass die Finanzierung für das Projekt steht.

Gröner verwies darauf, dass eine Nutzung des Hochhauses durch andere Käufer so gut wie ausgeschlossen sei. Denn alle Parkplätze, viele Zugänge für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr gehörten zu den Untergeschossen, die der CG Gruppe schon verkauft worden seien. Das mache baurechtliche Genehmigungen für andere Investoren aussichtslos, der Turm ist aus Sicht Gröners „als Einzelteil unverkäuflich“. Er vermutet, dass der Liegenschaftsfonds mit der Neuausschreibung des Kreisels nur den „ursprünglich vereinbarten Kaufpreis“ steigern wolle. Summen nannte er nicht.

Juristisch schlecht vertreten ist die CG Immobilien Gruppe nicht. Für den aktuellen Rechtsstreit hat sie die – auf unternehmensrechtliche Probleme spezialisierte – Kanzlei Lindenpartners beauftragt. Für die Verkaufsverhandlungen ist die renommierte Anwaltskanzlei Knauthe verantwortlich. Der Liegenschaftsfonds bestätigte am Mittwoch lediglich, dass die Verhandlungen mit der CG Gruppe gestoppt worden seien. Angebote für den Kauf des öffentlichen „Teileigentums am Hochhaus“ könnten bis zum 24. November abgegeben werden.

Schon vor einem Monat hatte die Chefin des Liegenschaftsfonds, Birgit Möhring, durchblicken lassen, dass Berlin dem Investor nicht über den Weg traut und dessen finanzielle Bonität in Zweifel zieht. Am Mittwoch wurde dies bekräftigt. „Vorsorglich soll die Durchführung des Investitionsvorhabens durch vertragliche Regelungen abgesichert werden“, teilte der Liegenschaftsfonds mit. „So wird dem Risiko einer städtebaulich unzuträglichen Situation, insbesondere dem Verbleib einer Bauruine oder dauerhaftem Leerstand vorgebeugt.“ In den Verhandlungen mit der CG Gruppe soll das seit 2007 brach liegende Areal hinter dem Bahnhof Zoo als mahnendes Beispiel genannt worden sein. Der Standort für das Pleiteprojekt „Riesenrad“.

Der Tagesspiegel, [24.09.2014]

 
40.004 Läufer sind beim 41. Berlin-Marathon am Start

Nicht der beste Internetzugang hat entschieden, sondern das Glück. Wenn am kommenden Sonntag auf der schnellsten Marathon-Strecke der Welt 40.004 Läufer an den Start gehen, sind 31.000 von ihnen mit einer Art Glücksfaktor unterwegs. Sie haben ihre Startplätze erstmals durch einen Losentscheid erhalten.

Der Veranstalter SCC Events hat dieses Verfahren eingeführt, weil die verfügbaren Startplätze für den vorherigen Jubiläums-Marathon binnen dreieinhalb Stunden im Internet ausgebucht waren. Bei der Verlosung unter 74707 Bewerbern hatten alle die gleiche Chance, sagt SCC-Geschäftsführer Jürgen Lock.

Die Berliner Sportler schneiden sogar etwas besser ab. Während die Zahl der Starter aus Deutschland mit mehr als 17.000 konstant blieb, ist der Anteil der Berliner auf rund 6500 gestiegen, sonst waren nur etwa 5500 Hauptstädter am Start. Unter den insgesamt 130 Nationen stellen die Dänen mit 3500 Sportlern die zweitstärkste Fraktion, dann folgen die Briten mit 3000.

Erstmals gibt es im Netz auch eine interaktive Karte, auf der die Starter Informationen zum Lauf finden, Zuschauer etwas über die 80 Bands an der Strecke erfahren und die Berliner sehen können, ab wann welche Straße gesperrt ist. Am Donnerstag beginnen die Sperrungen auf der Straße des 17. Juni.

Berliner Zeitung, [22.09.2014]

 
Das gilt nicht für alle Bezirke gleichermaßen

Er meckert zwar gerne, wenn es in der Innenstadt mal wieder zu voll, zu laut oder zu teuer ist. Aber eigentlich hat der Berliner ja gar nichts gegen Touristen. Das legt zumindest eine aktuelle Meinungsumfrage der Tourismuswerber der landeseigenen Gesellschaft Visit Berlin nahe, die jetzt veröffentlicht wurde. Neun von zehn Berlinern sind demnach stolz darauf, dass Menschen aus aller Welt ihre Stadt besuchen, 88 Prozent der Stadtbewohner fühlen sich durch Touristen „weder eingeschränkt noch gestört“.

3000 Berliner wurden befragt.

Immerhin 77 Prozent der Befragten sehen in den nächsten Jahren Vorteile für die Einwohner durch den steigenden Tourismus.

3000 Berliner wurden für die repräsentative Untersuchung befragt, das Ergebnis erfreut auch den Senat. „Die Akzeptanz für den Tourismus ist in Berlin ganz überwiegend sehr hoch“, heißt es in einer zehnseitigen Stellungnahme des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) und Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) fürs Parlament.

Etwas negativer wird das Bild allerdings, wenn man sich die Ergebnisse in jenen Vierteln anguckt, die besonders viele Touristen anziehen. Gefragt, ob sie sich durch die vielen Besucher gestört oder eingeschränkt fühlen, antwortete jeder dritte Befragte in Friedrichshain und Kreuzberg mit „eher ja“, in Mitte immerhin noch jeder Fünfte. Auch in Tiergarten, Schöneberg und Prenzlauer Berg liegen die Negativwerte leicht über dem Durchschnitt, in Charlottenburg und Neukölln hingegen ist die Stimmung etwas besser.

Der Senat zieht aus der Studie den Schluss, dass „das Thema Akzeptanzerhaltung in Bezug auf den Berlin-Tourismus ein nicht zuletzt medial erzeugtes Problem ist und nicht originär auf den Tourismus zurückgeführt werden kann“. Was Wowereit und Yzer allerdings für ein reales Problem halten, ist das aus ihrer Sicht zu gering entwickelte Bewusstsein der Berliner, wie wichtig Besucher für die Wirtschaft sind.

Nur sechs von zehn Berlinern bewerten den Tourismus demnach als wichtigen Wirtschaftsfaktor – obwohl inzwischen 275000 Berliner vom Tourismus lebten, der zehn Milliarden Euro Umsatz erziele. Daher wollen der Senat und Visit Berlin den Bürgern gerade im Jahr des auch touristisch wichtigen Mauerfall-Jubiläums die Vorzüge der Gäste anschaulicher vermitteln.

Der Tagesspiegel, [09.09.2014]

 
Am 9. November ist der 25. Jahrestag des Mauerfalls

"Dieser 9. November 1989 war und ist ein ganz besonderer Tag für Berlin, für Europa und die ganze Welt, die auf uns geblickt und gefragt hat: Wie fällt diese Mauer?", sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und präsentiert die Vorhaben der Stadt zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Zur offiziellen Feier im Schauspielhaus am 9. November um 16 Uhr werden als Hauptredner der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, sowie Michail Gorbatschow, Lech Walesa und der damalige ungarische Ministerpräsident Niklas Nemeth erwartet.

Vom 7. bis 9. November steht Berlin ganz im Zeichen einer zuversichtlichen Erinnerung an die Grenzöffnung, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen. „Berlin, nun freue dich!“, hatte der damalige Regierende Bürgermeister Walter Momper ausgerufen – heute könnte es heißen: „Berlin, nun leuchte doch!“ Klaus Wowereit möchte das Ereignis mit Emotionen verbinden: „Licht ist Freude und Freiheit“. Der 9.11.89 sei ein Glückstag nicht nur für Berlin, sondern für die ganze Welt. Die Stadt erinnert daran wie berichtet mit einer temporären Lichtinstallation von rund 8000 Ballons, die an drei Tagen abends auf einer Strecke von 15 Kilometern den einstigen Mauerverlauf zwischen Bornholmer Straße und Oberbaumbrücke markieren. Die runden Ballons mit 60 Zentimetern Durchmesser bestehen aus weißem Naturkautschuk und werden, mit Helium gefüllt, erleuchtet.

An jenem historischen Abend vor 25 Jahren, als die Ost-Berliner in den Westteil strömten, löste sich die Grenze auf, 2014 werden die Ballons von ihrem Haltestab und damit von der Batterie getrennt – und schon entschwebt die Erleuchtung in den Himmel. Jeder, der Lust hat, kann Ballonpate werden, eine Botschaft auf ein Kärtchen schreiben und seinen Traum mit dem Ballon auf die Reise schicken.

Gedenkandacht in der Kapelle der Versöhnung

Der 9. November, ein Sonntag, beginnt mit einer Gedenkandacht in der Kapelle der Versöhnung und der Eröffnung einer neuen Dauerausstellung in der Bernauer Straße. Zeitgleich mit dem offiziellen Festakt am Gendarmenmarkt gibt es ein Bürgerfest am Brandenburger Tor, bei dem die Staatskapelle und der Staatsopernchor unter der Leitung Daniel Barenboims Beethovens „Ode an die Freude“ intonieren. Ab 19 Uhr lassen dann tausende Ballonpaten ihre individuellen Botschaften in die Luft steigen. Die Brüder Christopher und Marc Bauder hatten die Idee dazu, einer von ihnen, Marc, montierte außerdem eine Filmcollage unter dem Titel „Mauerstücke“. Sie stellt Berlin-Bilder mit und ohne Mauer einander gegenüber. So entsteht ein spannendes Vorher-nachher-Panorama, das auch an wichtigen Punkten in der Innenstadt zu sehen sein wird.

Entlang der Lichtgrenze trifft der Besucher zudem alle 150 Meter auf ein Stück einer Open-Air-Ausstellung: „Hundert Mauergeschichten – Hundert Mal Berlin“ zeige „den Mut und die Kreativität derjenigen, die sich weigerten, das monströse Bauwerk als Normalität zu akzeptieren“, sagt Frank Ebert von der Robert-Havemann-Gesellschaft. Veranstalter des Ganzen ist die Kulturprojekte Berlin GmbH, und die Touristenwerber von Visit Berlin haben sich einen hübschen Slogan einfallen lassen: „Berlins spannendster Fall“.

Der Tagesspiegel, [08.09.2014]

 

 
Mode-Fans feierten die VOGUE Fashion’s Night Out 2014 in Berlin

Auf Einladung von VOGUE feierten tausende Berliner Mode-Fans die sechste VOGUE Fashion´s Night Out (VFNO) – die Einkaufsnacht, die alle internationalen VOGUE-Ausgaben weltweit zelebrieren. Über 125 exklusive Shops, Boutiquen und Luxus-Department-Stores hatten ihre Türen bis weit in die Nacht geöffnet und überraschten ihre Kunden mit besonderen Aktionen, Premieren, Limited Editions und kreativen Ideen. Auf Shopping-Tour in den Geschäften unterwegs war auch VOGUE-Chefredakteurin Christiane Arp mit ihrem Team, die dabei auch auf prominente Persönlichkeiten traf.

Einen besonderen Blickfang auf dem Kurfürstendamm bot der von VOGUE gebrandete Airstream: Aus dem amerikanischen Oldtimer-Wohnwagen heraus verteilten die Redaktionsmitglieder Popcorn und verkauften T-Shirts und Shopping-Bags zum Event. Außerdem dabei: die aktuelle September-Ausgabe von VOGUE, die mit dem Titelmotto "Shoppinglust" und einem 52-seitigen VFNO-Shopping-Supplement die perfekte Inspiration für die Mode-Nacht bot.

"Berlin ist eine der wichtigsten deutschen Modemetropolen und VOGUE Fashion´s Night Out hat hier mittlerweile Tradition. Es freut mich zu sehen, mit welcher Begeisterung die Berliner die Mode feiern und diesen Abend gemeinsam genießen", so Chefredakteurin Christiane Arp.

In diesem Jahr findet die VOGUE Fashion´s Night Out in über 18 Nationen mit mehr als 27 Partnerstädten statt. In Deutschland geht das Event heute Abend in die nächste Runde: Dann haben auch die Düsseldorfer Gelegenheit, bei der vierten VFNO am Rhein nach Lust und Laune bis weit nach offiziellem Ladenschluss zu shoppen.

"Shwe Shwe Poppis" und VFNO-Shopping-Bag: Shopping für den guten Zweck

Für Begeisterung bei den Fashion Fans sorgte auch der Verkauf der "Shwe Shwe Poppis" – Designerstoffpuppen im Patchwork-Stil aus Südafrika. Der Verkaufserlös der limitierten VFNO-Sonderkollektion, für die Stoffspenden von neun Modehäusern und Designern verarbeitet wurden, kommt dem Waisenhaus "Zola Crèche" in Soweto zugute. Der Erlös aus dem Verkauf der von VOGUE designten Shopping-Bag wird traditionell karitativen Einrichtungen in Berlin und Düsseldorf gespendet.

 
Wegen der Gema könnte es mit dem Straßenfest in Berlin jetzt vorbei sein

Nach 20 Jahren steht die Zukunft des traditionellen Musik-Straßenfestivals in Berlin auf dem Spiel. Schuld daran ist die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Sie stuft das öffentliche Fest der Musik künftig nicht mehr als Stadtfest ein, sondern als Konzert.

Dieser Tarif ist erheblich teurer und bedeutet für die Organisatoren eine Kostensteigerung von 63 Prozent. Das sind etwa 8 000 Euro mehr als bisher eingeplant und finanziert sind. Fast 20 Prozent den Gesamtbudgets würden nach dieser Abrechnung an die Gema fließen, bisher waren es maximal 10 Prozent, teilen die Organisatoren mit.

Öffentlich gefördert

„Mit dieser Erhöhung steht die Fête de la musique vor einem Problem“, sagt die Geschäftsführerin des Festivals, Simone Hofmann. Denn das Musikfest, das jedes Jahr am 21. Juni stattfindet, wird komplett aus öffentlichen Mitteln gefördert. Der Berliner Senat, genauer die Abteilung für Kulturelle Angelegenheiten von Kulturstaatssekretär Tim Renner, finanziert jährlich 24.200 Euro, die Lotto-Stiftung gewährt 88.000 Euro. Mehrausgaben sind nicht erlaubt. „Ein Posten für Unvorhersehbares ist nicht vorgesehen“, sagt Hofmann. Sie befürchtet, dass das Musikfest im kommenden Jahr nicht mehr finanzierbar sei.

Seit Mai 2014 verhandeln Gema und Veranstalter über eine Einigung. Die Organisatoren der Fête de la musique verweisen auf eine vereinbarte Summe von 7000 Euro, die Gema fordert hingegen künftig 20.000 Euro. „Es gab bisher keine Einigung“, sagt Hofmann. Auch ein Brief von Kulturstaatssekretär Tim Renner an den Gema-Vorstand in München brachte kein neues Ergebnis. Weitere Unterstützung kann Hofmann vom Land Berlin jetzt nichjt mehr erwarten. „Notfalls müssen die zusätzlichen Kosten aus dem bestehenden Budget erwirtschaftet werden“, sagte der Sprecher der Kulturverwaltung, Günter Kolodziej. Das lasse das Budget auch zu.

Hoffmanns letzte Hoffnung ist nun die Bewilligung eines Antrages bei der Lotto-Stiftung, die die anfallenden Mehrkosten übernehmen könnte. Am 24. September wird die Stiftung darüber entscheiden. „Sagt die Lotto-Stiftung Nein, gibt es in Berlin keine Fête de la musique mehr“, sagt Hofmann.

Seeed würden das Aus des Festivals bedauern

Das weltweite Musikfest findet in mehr als 520 Städten in 106 Ländern statt, 1982 zum ersten Mal in Frankreich. In Berlin wurde das musikalische Straßenfest am 21. Juni („umsonst und draußen“) seit dem Start im Jahr 1995 von Jahr zu Jahr populärer, immer mehr Menschen kamen, anfangs waren es 4000 Zuschauer, in den vergangenen Jahren um die 100.000.

In diesem Jahr spielten Musiker, Sänger, Bands und Orchester an 110 Orten in allen zwölf Bezirken. Zu den Höhepunkten zählte der Auftritt der Berliner Band Element of Crime mit Sven Regener. Mehr als 3000 Fans waren zum Konzert der Band am Oranienplatz in Kreuzberg gekommen. Im Mauerpark feierten etwa 15.000 Besucher.

Eine erste Reaktion kommt von der Band Seeed. Auf ihrer Facebook-Seite schreiben die Musiker: „Wir selbst haben dreimal auf der legendären Mauerpark-Bühne im Rahmen der Fête de la musique gespielt, und diese Konzerte gehören zu den band-geschichtlichen Highlights und bleiben unvergesslich! Berlin würde ohne die Fête etwas fehlen.“

Berliner Zeitung, [02.09.2014]

 
Ab 18 Uhr droht Chaos

Der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für den heutigen Montag aufgerufen hat, soll auch die Berliner S-Bahn lahmlegen. „Die S-Bahn wird einbezogen. Wir haben auch dort unsere Mitglieder dazu aufgerufen, die Arbeit zwischen 18 und 21 Uhr niederzulegen“, sagte Frank Nachtigall, der Vorsitzende des GDL-Bezirks Berlin-Sachsen-Brandenburg, der Berliner Zeitung.

Die Züge sollen zum Streikbeginn am jeweils nächsten S-Bahnhof halten, damit die Fahrgäste aussteigen und sich andere Fahrmöglichkeiten suchen können. „Wir werden keine Fahrgäste in Geiselhaft nehmen“, so Nachtigall. Er ging am Mittag davon aus, dass der Großteil des S-Bahn-Verkehrs unterbrochen wird. Rund 80 Prozent des Fahrpersonals bei der S-Bahn sei in der GDL organisiert. „Wir haben in den vergangenen Jahren ordentlich dazu gewonnen“, sagte er.

Kritik, dass der Streik vor allem Berufstätige treffen wird, wies der GDL-Bezirksvorsitzende zurück. „In dieser Situation können wir keinen Bereich des Bahnverkehrs ausnehmen“, sagte er. Auch der Fern-, Regional- und Güterverkehr der Deutschen Bahn sei betroffen. Im Güterverkehr werden die Auswirkungen ebenfalls gravierend sein, denn an Montagen sind mehr Güterzüge unterwegs als sonst. „Durch die Wahl des Termins haben wir schon versucht, Rücksicht auf die Pendler zu nehmen. Um 18 Uhr sind viele schon zu Hause“, so Nachtigall.

Möglichst vor 18 Uhr Ziel erreichen

S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz riet den Fahrgästen, ihr Ziel heute möglichst vor 18 Uhr zu erreichen – oder auf Fahrten mit der S-Bahn zu verzichten. „Diesen Tipp können wir unseren Fahrgästen auf jeden Fall geben“, sagte er. Wie sich der Streik konkret auswirken wird, sei für die S-Bahn Berlin GmbH noch nicht abschätzbar. „Was im Einzelnen wo passieren wird, ist nicht absehbar. Es ist aber klar, dass die Auseinandersetzung bewusst auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden soll.“ Priegnitz empfahl den Betroffenen, sich Alternativrouten zu suchen. „Wir werden alle unsere Kommunikationskanäle befüllen. Die BVG ist die wichtigste Alternative. Sie ist von dem Streik der GDL-Mitglieder nicht betroffen und fährt normal.“

Der Warnstreik am heutigen Montag könnte nicht der letzte sein, drohte die Lokführer-Gewerkschaft. Wenn die Arbeitgeberseite kein diskussionswürdiges Angebot vorlegt, werde es „zeitnah“ weitere Arbeitsniederlegungen geben, sagte Nachtigall. „Wer uns kennt, der weiß, dass wir einen sehr langen Atem haben.“ 2008 hatte es lange Streiks gegeben, die auch den Berliner Bahn- und S-Bahnverkehr lahmlegten.

Berliner Zeitung, [01.09.2014]

 
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit tritt zum Ende des Jahres zurück

Der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß hat bereits sein Interesse bekundet. Allerdings ist unklar, ob die CDU die Koalition fortführen wird. Die Grünen fordern Neuwahlen. Lesen Sie alle Ereignisse im Live-Ticker.

12.45 Uhr. Die Berliner Grünen-Politikerin Renate Künast pocht nach dem angekündigten Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters auf Neuwahlen. "Die Berliner müssen über die Zukunft Berlin selbst entscheiden dürfen", sagte Künast dem Tagesspiegel. Für ihre eigene Partei schloss Künast auch ein Schwarz-grünes Bündnis nicht aus. "Es wird mit uns keinen rot-grünen Automatismus gebe", sagte Künast. Klaus Wowereit warf sie vor "eine einzige Baustelle" zu übergeben, "vom BER bis hin zur Mietpreisbremse". Sämtliche Kernprobleme Berlins seien nicht gelöst.

12.30 Uhr. In Potsdam sortiert sich die Politik im neuen Landtag noch. Äußern will sich hier noch keiner, erst recht nicht Wowereits Amtskollege Dietmar Woidke. Die SPD will erst einmal die Rede des Regierenden hören, der sich um 13 Uhr äußern will. Auch die Linke schweigt. Sie telefonieren gerade hektisch mit Berlin, um eine gemeinsame Linie abzustimmen.

12.09 Uhr. Der Rücktrittstermin am 11. Dezember ist offenbar deswegen gewählt, weil dies der Tag der letzten Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses in diesem Jahr ist. Wenn sich die Koalition oder wer auch immer schon früher auf einen Nachfolger geeinigt hat, würde Wowereit auch früher zurücktreten, sagte Senatssprecher Richard Meng auf Anfrage. Auf die Frage der Nachfolge, sagte Meng, in jedem Fall müsse wohl ein Mitgliederentscheid über die Spitzenkandidatur erfolgen. Für Wowereit habe schon lange festgestanden, dass er nicht die volle Amtszeit Regierender bleiben wolle. Er habe aber gehofft, das erst später bekannt geben zu können.

12.05 Uhr. Dem Vernehmen nach will Klaus Wowereit in seiner Pressekonferenz um 13 Uhr auch mitteilen, wie er sich die Nachfolge im Amt des Regierenden Bürgermeisters vorstellt. Der SPD-Landeschef Jan Stöß steht dazu offenbar bereit, ob auch der SPD-Fraktionschef Raed Saleh oder Mitglieder des Senats kandidieren werden, ist noch offen. In Frage kämen Stadtentwicklungssenator Michael Müller, Arbeitssenatorin Dilek Kolat und der parteilose Finanzsenator Ulrich Nußbaum, dem allerdings der politische Rückhalt in der Berliner SPD fehlt.

Wowereit plant offenbar, seinen Nachfolger in der Abgeordnetenhaussitzung am 11. Dezember wählen zu lassen. Die CDU hat aber noch nicht bestätigt, für die rot-schwarze Koalition weiter zur Verfügung zu stehen. Die Grünen fordern bereits Neuwahlen. Demnach kommt ein fliegender Wechsel zu einem rot-grünen Regierungsbündnis mit einer Stimme Mehrheit nicht in Frage.

12.00 Uhr. Heinz Buschkowsky (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, möchte sich derzeit nicht zum Rücktritt Wowereits äußern. Sein Parteikollege Matthias Köhne (SPD), Bezirksbürgermeister in Pankow, sagte: "Es gab ja schon in den vergangenen Wochen eine öffentliche Debatte darüber dass es Entscheidungen in der SPD geben muss. Es ist immer gut wenn man solche Entscheidungen selbst trifft."

11.56 Uhr. Wissen Sie noch, wie es damals losging? Am 16. Juni 2001 hatte Klaus Wowereit seinen ersten Arbeitstag als Regierender Bürgermeister von Berlin.

11.50 Uhr. Der SPD-Fraktionschef Raed Saleh will zum Rücktritt Wowereits erst am frühen Nachmittag ein Statement abgeben, teilte die Pressestelle der Abgeordnetenhausfraktion mit. Ob er sich auch um die Nachfolge für das Amt des Regierenden Bürgermeisters bewerben will, ist derzeit noch unklar. Bewerben will sich offensichtlich Jan Stöß: Nach Tagesspiegel-Information will der Landesvorsitzende der SPD dies dem Landesvorstand am Nachmittag vorschlagen.

11.46 Uhr. Die Grünen fordern Neuwahlen in Berlin. Die Fraktionsvorsitzende Ramona Pop sagte dem Tagesspiegel: "Denn es wäre angemessen und richtig, dass die Berliner entscheiden, wer die Stadt weiter regiert. Es kann nicht sein, dass SPD und CDU dies untereinander ausmachen."

Darüber hinaus äußerte Pop "Respekt vor der Entscheidung Wowereits, er hat seine Verdienste für die Stadt, aber hinterlässt nun auch ein schweres Erbe. Damit meine ich nicht nur den Flughafen BER."

11.36 Uhr. Klaus Lederer, Landesvorsitzender der Linken in Berlin, spekulierte über ein mögliches Ende der Koaltion aus SPD und CDU: "Es ist ja bekannt, dass diese Stadt seit geraumer Zeit grottenschlecht regiert wird und der Vorrat an Gemeinsamkeiten zwischen SPD und CDU aufgebraucht ist."

11.30 Uhr. "Das klärt jetzt viel, die Entscheidung müssen wir respektieren, es gab parteiintern eh viele Diskussionen in den letzten Monaten", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Spandau / Charlottenburg-Nord, Swen Schulz. "Wichtig ist jetzt, dass schnell eine stabile Entscheidung in der SPD über die Nachfolge gefällt wird. Und die CDU muss rasch entscheiden, ob sie die Koalition mit der SPD in Berlin fortsetzen will. Die Stadt muss stabil weiterregiert werden."

11.22 Uhr. Martin Delius von der Piratenpartei und Vorsitzender des BER-Untersuchungsausschusses, äußerte sich auf Twitter zum Wowereit-Rücktritt. "Nicht die Zeit für Schadenfreude. Wir haben einen Haushalt zu machen. Auf wenn können sich SPD/CDU einigen? Gab es Vorgespräche?

11.15 Uhr. Die Nachricht machte am Dienstagvormittag die Runde: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will offenbar zum Jahresende zurücktreten. Das erfuhr der Tagespiegel am Dienstag aus Senatskreisen, nachdem zuvor verschiedene Medien darüber berichtet hatten.

Ein SPD-Kreisvorsitzender bestätigte dem Tagesspiegel, Wowereit werde heute um 13 Uhr bekannt geben, dass er "Mitte Dezember" zurücktreten wird. Dies hat Wowereit dem Landesvorsitzenden Jan Stöß mitgeteilt. Ab 15 Uhr tagt der SPD-Landesvorstand, um alles weitere zu besprechen.

Die SPD Bundestagsabgeordnete Eva Högl sagte dem Tagesspiegel: "Das ist doch in Ordnung. Das bringt Bewegung in die Sache." Högl hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, dass sie selbst nicht als Spitzenkandidatin zur Verfügung steht.

Nachfolger will offensichtlich Jan Stöß werden, nach Tagesspiegel-Information will der Landesvorsitzende der SPD dies dem Landesvorstand am Nachmittag vorschlagen.

Der neue Regierende Bürgermeister soll in der Abgeordnetenhaussitzung am 11. Dezember gewählt werden.

Der Tagesspiegel, [26.08.2014]

 
Umbau des Steglitzer Kreisel

Der Chef der CG Immobilien Gruppe, Christoph Gröner, weist den Verdacht zurück, sich mit dem Kauf und Umbau des Steglitzer Kreisels zu einem Wohnhochhaus zu übernehmen. „Vom Finanzvolumen her gibt es kaum ein Bauprojekt, das uns schreckt“, sagte der Unternehmer im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Das gelte auch für die geplante Investition von 178 Millionen Euro für den Kreisel. Davon werden nach Auskunft Gröners 69 Millionen Euro für die Sanierung des Turms, 20 Millionen Euro für sämtliche Fassaden und der Restbetrag für den Ankauf und die Sanierungsmaßnahmen im Gewerbe- und Sockelbereich sowie der Hoch- und Tiefgarage benötigt.

Mit Vertrag vom Juli 2013 hatte die CG Gruppe bereits die Sockelgeschosse inklusive Garagen gekauft.

Dieser Bereich gehörte bis dahin der privaten Unternehmensgruppe Becker & Kries. Dagegen gerieten die Verhandlungen mit dem landeseigenen Liegenschaftsfonds über den Kauf des Hochhauses, das seit 2007 leer steht und mit öffentlichen Mitteln vom Asbest befreit werden muss, vorerst ins Stocken. Die Chefin des Liegenschaftsfonds, Birgit Möhring, begründete dies – wie berichtet – damit, dass das Vorhaben „so anspruchsvoll und kostspielig“ sei, dass eine „nachweisbar seriöse“ Finanzierung vorliegen müsse. Am Ende dürfe keine Bauruine stehen bleiben. Der Verhandlungspartner Gröner hält es für selbstverständlich, dass der Liegenschaftsfonds die Bonität von Immobilienkäufern gründlich prüfe, aber: „Unser Finanzierungskonzept für den Umbau des Hochhauses steht, mit Unterstützung eines örtlichen Kreditinstituts. Binnen 14 Tagen könnten wir drei Millionen Euro Anzahlung auf den Tisch legen und eine Bürgschaft für den Restkaufpreis leisten“.

Die CG Gruppe sei mit solchen Summen, wie sie für den Kreisel benötigt würden, geschäftlich seit vielen Jahren vertraut, versicherte Gröner. Sein Unternehmen sei einer der großen Projektentwickler in Deutschland und habe allein in Berlin in den letzten zwei Jahren über 700 Wohnungen gebaut, 300 Wohnungen stünden unmittelbar vor der Fertigstellung und weitere 700 Wohnungen befänden sich im Bau. Das Projekt Steglitzer Kreisel, der zu einem Wohnturm umgebaut werden soll, „würde ich gern im friedlichen Einvernehmen mit dem Land Berlin realisieren“, sagte Gröner. Es solle ein Wohnort „für alle“ werden, für Familien, Studierende und Rentner „bis hin zum Millionär in den oberen Etagen“.

Liegenschafts-Chefin bestätigt: Es gibt zweiten Interessenten

Dass sich die Asbestsanierung des Kreisels, für die der Senat zuständig ist, wegen einer rechtswidrigen Ausschreibung um eineinhalb Jahre verzögert, sieht Gröner gelassen. „Dann wird es halt ein Jahr später mit dem Umbau.“ Zu potenziellen Konkurrenten beim Kauf des Hochhauses will sich der ansonsten auskunftsfreudige Unternehmer nicht äußern. Liegenschafts-Chefin Möhring hatte dem Tagesspiegel bestätigt, dass es einen zweiten Interessenten gibt. Dem Vernehmen nach handelt es sich um die Starwood Gruppe, ein weltweit agierender, finanzstarker US-Fondsinvestor, dem große Hotelketten wie Sheraton oder Westin gehören. In Berlin betreibt Starwood bisher nur ein Hotel – das Westin Grand in der Friedrichstraße.

Liegenschafts-Chefin Möhring wies aber daraufhin, dass im Turm des Kreisels Wohnungen entstehen sollen. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf sei da eindeutig positioniert. Im Herbst 2007 zog das Bezirksamt wegen der Asbestbelastung des Gebäudes aus. Seitdem suchte der Senat händeringend nach einem Käufer, gelegentlich wurde auch über einen Abriss des fast 120 Meter hohen Turms nachgedacht. Vor zwei Jahren wollte eine Investorengruppe aus Katar das marode Hochhaus durch einen Neubau mit 30 Etagen ersetzen. Auch die Asbestsanierung verzögerte sich immer wieder. Bis Frühjahr 2016 soll der Kreisel endlich schadstofffrei sein.

Der Tagesspiegel, [25.08.2014]; Foto: Promo

 
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